Existenzangst
Aus der Existenzangst zur eigenen Firma
Ich kam im Juli 2007 zu Petra durch eine Empfehlung meiner Schwägerin. Zu dieser Zeit klappte es beruflich überhaupt nicht mit mir - ich hatte im September 2006 meinen Job verloren und hatte seitdem viele Vorstellungsgespräche ohne Erfolg, und der Frust wuchs zunehmend. Ich wußte nicht mehr so genau wie's weitergehen sollte.
Da ich in Los Angeles lebe, konnte ein Termin mit Petra nur per Telefon stattfinden. Mein erster Termin war unglaublich aufschlußreich, und viele viele Blockaden konnten aufgelöst werden. Wenn Petra aber sagte daß "eine sehr große, positive berufliche Veränderung im November" auf mich wartete, war ich doch etwas skeptisch. Nichtsdestotrotz sah ich dem November mit großer Erwartung entgegen, und vertraute darauf daß es schon irgendwie weitergeht positiverdings. Petra hatte ja auch so gesagt.
Meine freiberufliche Tätigkeit als Story Analyst nahm in den folgenden Monaten an Volumen zu, aber nichts deutete darauf hin, daß irgendetwas weltbewegendes in der Mache war. Im Gegenteil. Da mein Einkommen auschliesslich von Firmen abhing, die mir Drehbücher zur Analyse schickten, und sich ein Drehbuchautorenstreik anbahnte, und mit einem solchen Streik mein Einkommen von einem Tag auf den Anderen zu null reduziert werden würde, sah die Zukunft alles andere als rosig für mich aus. Ich machte mir aber keine großen Gedanken, da laut Petra etwas Tolles im November passieren sollte.
Um genau zu schildern was wirklich im November geschah muß ich etwas weiter ausholen. Mein bester Freund, Mikhail, der auch in der Unterhaltungsindustrie arbeitete, schob zu der Zeit mehr die Panik als ich, da er sich um mein Einkommen im Falle eines Streiks Sorgen machte. Das änderte sich schlagartig als sein Arbeitgeber im September 2007 die Firma verkaufte, und die neuen Besitzer ihn entließen. Jetzt waren wir beide im gleichen Boot, nur mein Arbeitslosengeld war schon lange abgelaufen, und seins fing gerade erst an. Um nicht zu Hause rumzusitzen fing Mikhail an mit mir zu arbeiten, und schon bald erwähnte er seinen Freund Dick, von dem ich noch nie zuvor gehört hatte. Es stellte sich raus daß Dick sehr wohlhabend ist und irgendwie in die Unterhaltungsschiene investieren wollte.
Ende Oktober 2007 saßen Mikhail, Dick, und ich zusammen und diskutierten wie eine potentielle Zusammenarbeit aussehen könnte.
Am 1. November 2007 begann der Drehbuchautorenstreik, und der Drehbuchfluß (und damit mein Einkommen) hörte abrupt auf.
Am 2. November 2007 bekamen Mikhail und ich die Zusage daß Dick über die nächsten zwei Jahre $500.000 in unsere Firma investieren wollte, und jetzt haben Mikhail und ich unsere eigene, legitime Firma zusammen mit Dick!
Es dämmerte mir erst eine Woche später daß Petra mir im Juli schon sagte, daß etwas Großes auf mich zukommt, und es hat sich bewahrheitet. Was das Universum in Bewegung gesetzt hat um dies in die Wege zu leiten ist völlig unglaublich: Mikhail mußte seinen Job verlieren. Mikhail mußte Dick und mich zusammenbringen und gemeinsam haben wir ihn davon überzeugt daß eine Zusammenarbeit sehr lukrativ sein könnte, und Dick hat doch tatsächlich zugesagt eine halbe Million Dollar in unsere neue Firma zu investieren!
Es kommt mir jetzt noch wie ein Traum vor, aber eins ist klar: Petra hat das irgendwie gewußt. Und was auch völlig klar ist ist dies: "Gedanken werden Wirklichkeit", denn von Juli bis November glaubte ich fest daran, daß es beruflich für mich aufwärts gehen würde, obwohl absolut nichts darauf hinwies! Ich hatte von Dick und seinem Bestreben in eine Unterhaltungsfirma Geld zu investieren überhaupt keine Ahnung! Fakt ist jedoch, daß es zeitlich nicht besser hätte laufen können, da es jetzt Januar ist, und die Drehbuchautoren immer noch streiken, was für mich den finanziellen Ruin bedeutet hätte.
Statt finanziellem Ruin leite ich jetzt meine eigene Firma mit meinen besten Freund, und es hätte echt nicht besser kommen können. Danke Petra!
Markus Goerg
Los Angeles, CA
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